Immer wieder höre ich von verunsicherten Jesus-Schäfchen, dass irgendjemand ihnen Jakobus Kapitel 2, Vers 24 als „Beweis“ gegeben hat, dass wir nicht nur durch den Glauben an Jesus gerettet sind.

In diesem Artikel werde ich diese Bibelstelle im Detail erläutern, aber bevor wir anfangen, möchte ich Ihrem Herz Ruhe schenken:

Wir sind nur (!) durch den Glauben an Jesus gerettet. Hier ein paar Bibelstellen:

Gott sagt uns in der Bibel wie wir gerettet werden. Und zwar so:

„Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“

(Römer Kapitel 10, Vers 9; Neue Genfer Übersetzung)

Gott hat es eindeutig gemacht, dass wir nur durch den Glauben gerettet werden, nicht aufgrund unserer Werke, wie wir hier lesen:

„Denn durch Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft — Gott hat es geschenkt —, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.“

Epheser Kapitel 2, Vers 8 – 9

Und Gott hat uns durch Jesus jetzt schon heilig, untadelig und unanklagbar gemacht:

„jetzt aber hat er euch in seinem Fleischesleibe durch seinen Tod versöhnt, um euch als heilig, untadelig und unanklagbar vor ihm darzustellen“

Kolosser Kapitel 1, Vers 22; Menge Bibel

Also, bitte lassen Sie sich keine Angst machen. Es gibt noch viele, viele Bibelstellen, die uns zeigen, dass wir durch den Glauben an Jesus gerettet sind und dass wir jetzt schon (hier auf der Erde) heilig sind und keine Sünder mehr sind.

Also… let’s go!

Jakobus Kapitel 2

Lassen Sie uns mal lesen was denn überhaupt in Jakobus steht:

„Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand behauptet, Glauben zu besitzen, dabei aber keine Werke (aufzuweisen) hat? Vermag etwa der Glaube ihn zu retten? 

Wenn z.B. ein Bruder oder eine Schwester keine Kleidung hat und an der täglichen Nahrung Mangel leidet und dann jemand von euch zu ihnen sagt: »Geht hin in Frieden, wärmt euch und eßt euch satt!«, ohne ihnen jedoch das zu geben, was ihr Leib bedarf: welchen Nutzen hat das für sie?

So steht es auch mit dem Glauben: hat er keine Werke (aufzuweisen), so ist er an sich selbst tot. Doch es wird jemand einwenden: »Du hast Glauben, und ich habe Werke; weise mir deinen Glauben nach, der ohne Werke ist, und ich will dir aus meinen Werken den Glauben nachweisen!«

Du glaubst, daß es nur einen Gott gibt? Du tust recht daran; aber das glauben auch die Teufel und – schaudern dabei. Willst du wohl einsehen, du gedankenloser Mensch, daß der Glaube ohne die Werke unnütz ist? Ist nicht unser Vater Abraham aus Werken gerechtfertigt worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Opferaltar darbrachte?

Daran siehst du, daß der Glaube mit seinen Werken zusammengewirkt hat und der Glaube erst durch die Werke zur Vollendung gebracht ist, und daß so erst das Schriftwort sich erfüllt hat, das da lautet (1.Mose 15,6): »Abraham glaubte aber Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ›Gottes Freund‹ genannt (Jes 41,8). 

So seht ihr, daß der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein. Ist nicht ebenso auch die Dirne Rahab aufgrund von Werken gerechtfertigt worden, weil sie die Kundschafter bei sich aufgenommen und sie auf einem anderen Wege wieder (aus dem Hause) entlassen hatte?

Denn ebenso wie der Leib ohne Geist tot ist, ebenso ist auch der Glaube ohne Werke tot.“
(Jakobus Kapitel 2, Verse 14-26; Menge Bibel)

Okay, das waren viele Verse. Lassen Sie uns diese Stelle mal sezieren.

1. Wenn ein Bruder oder eine Schwester keine Kleidung und Nahrung hat

Eine Zeit lang hatten wir kaum Geld. Da kann ich Ihnen sagen, wie sehr wir uns gefreut haben, wenn uns jemand ein Geschenk gemacht hat (wie zum Beispiel Lebensmittel, oder vielleicht Geld für Benzin). Denn wenn man in Not ist, braucht man Hilfe.

Wenn Ihre Familie kein Essen auf dem Tisch hat, wünschen Sie sich eine leckere, sättigende Mahlzeit für Ihre Kinder. Sie wünschen sich nicht, dass jemand kommt und Ihnen sagt: „Och, geh in Frieden. Iss dich satt.“ Das bringt eher wenig.

Also, Sie sehen, dass wir nicht religiös dahin reden, sondern dass wir anderen Menschen helfen können/sollen/dürfen. Gott beschenkt uns so reichlich. Es ist wunderschön, wenn wir anderen Menschen aus der Fülle, die Gott uns gegeben hat, helfen können.

2. Aus den Werken den Glauben nachweisen

„»Du hast Glauben, und ich habe Werke; weise mir deinen Glauben nach, der ohne Werke ist, und ich will dir aus meinen Werken den Glauben nachweisen!«“ Aha, das ist schon mal sehr interessant. Den Glauben nachweisen.

Wem „müssen“ wir denn unseren Glauben nachweisen? Gott ist es nicht. Denn Gott kennt die Herzen von Menschen (Lukas 16:15). Wir können nichts vor ihm verheimlichen.

„HERR, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau. Wenn ich mich setze oder aufstehe – du weißt es; meine Absichten erkennst du schon im Voraus. Ob ich gehe oder liege, du siehst es, mit all meinen Wegen bist du vertraut. Ja, noch ehe mir ein Wort über die Lippen kommt, weißt du es schon genau, HERR.“

Psalm 139, Verse 1-4; NGÜ

Also macht das ja gar keinen Sinn, wenn damit gemeint ist, dass wir Gott mit unseren Werken unseren Glauben nachweisen. Nein, damit ist gemeint, dass wir anderen Menschen unseren Glauben mit bzw. durch unsere Werke nachweisen.

„Willst du wohl einsehen, du gedankenloser Mensch, daß der Glaube ohne die Werke unnütz ist?“ Wenn Sie mit der Flasche Wodka in der Hand, volltrunken nachts um 2 Uhr durch die Fußgängerzone wanken und jemandem sagen, dass Jesus der Weg zum Vater ist (Johannes 14,6) und uns von allen Sünden befreit, weiß ich nicht, wie viele Menschen Sie damit retten. Die denken sich vielleicht: Naja, was für ein tolles Leben hast du denn mit deinem Jesus, dass du deine Probleme wegtrinken musst?

Wenn Sie aber ins Obdachlosenheim gehen und den verzweifelten Menschen in ihrer Not Klamotten spenden, Essen bringen und sagen, dass Gott sie liebt, ihnen helfen will und ihnen durch Jesus die ewige, unerschütterliche Errettung anbietet, dann hören vielleicht ein paar von diesen Menschen zu, weil sie sich denken: Warum gibt diese Person ihr eigenes Geld aus und nimmt sich Zeit mir zu helfen? Ist an dem Gott vielleicht doch was dran?

3. Abraham und Rahab

In den nächsten Versen in seinem Brief, erwähnt Jakobus Abraham und Rahab. Über Abraham schreibt er: „Ist nicht unser Vater Abraham aus Werken gerechtfertigt worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Opferaltar darbrachte?“ und dann an einer anderen Stelle: „Abraham glaubte aber Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ›Gottes Freund‹ genannt“

Wussten Sie, dass Gott Abraham seine (gemeint: Gottes) Gerechtigkeit Jahre (!) bevor der Geburt von Isaak angerechnet hat? Denn dies geschah in 1. Mose Kapitel 15, Vers 6. Dies war sogar noch vor der Geburt von Ishmael. Und lange bevor Abraham Isaak auf dem Opferaltar darbrachte. Manche denken, Isaak war 17 Jahre alt, als dies geschah.

Aber Gott hatte Abraham Jahre (!) vorher schon als gerecht gesprochen. Und wenn Gott etwas sagt, dann stimmt es.

Also wurde Abraham durch seine Werke nicht vor Gott gerecht, sondern er hat mit seinen Werken seinen Glauben nachgewiesen.

Bei Rahab ist es genauso, denn Gott war ihr Herr. In Joshua Kapitel 2, Vers 9 sagt Rahab: „Ich weiß, daß der HERR euch das Land verliehen und daß uns ein Schrecken vor euch befallen hat, so daß alle Bewohner des Landes verzagt vor euch sind.“

Gott war nicht irgendein Gott für sie, sondern der Herr. Ihr Herr. Sie hat ihren Glauben an Gott durch Werke nachgewiesen, indem sie erkannt hat, was Gott macht und in seinem Plan mitgeholfen hat. Stellen Sie sich mal vor Rahab hätte den Kundschaftern gesagt: Och joa, ich hoffe Gott beschützt euch. Aber ich kann euch nicht helfen. Da würde man nicht wissen, ob sie gerettet ist oder nicht. Aber an ihren Werken konnten alle sehen, dass Gott ihr Herr ist.

Was bedeutet das für uns?

Schön, dass ich Sie noch nicht verloren habe und Sie tapfer weiterlesen.

Also, was bedeutet das alles für uns? Dieses: Wir sind einzig und alleine durch Jesus gerettet. Keine Werke. Aber wenn wir uns in unserem Glauben entwickeln, dann kommen auch Werke, die anderen Menschen unseren Glauben nachweisen.

Greifen wir das Beispiel von vorhin nochmal auf. Stellen Sie sich jemanden, volltrunken mit der Flasche Wodka in der Hand durch die Fußgängerzone tanzend vor. Jetzt stellen Sie sich vor, das ist Ihr Sohn. Wünschen Sie sich mehr für Ihren Sohn als dieses traurige, leere Leben? Natürlich! Heißt das, dass er nicht mehr Ihr Sohn ist? Natürlich nicht.

Genauso ist es für Jesus-Schäfchen. Wir können nichts mehr tun um unsere Errettung durch Jesus zu verlieren oder sie irgendwie zu verbessern. • Dank Jesus sind Sie ein für alle Mal geheiligt

Unsere Werke machen uns vor Gott nicht gerecht. Aber sie zeigen unseren Mitmenschen wie Gott in unserem Leben wirkt, denn sie können nicht sehen, dass Gott uns durch das Opfer von Jesus in unserem wahren Ich schon rein, heilig und tadellos gemacht hat.

Also, lassen Sie sich keine Angst machen. Lassen Sie sich Jesus — Ihren sicheren Fels — nicht kleinreden. Lassen Sie sich nicht einreden, Ihre Werke könnten Sie noch irgendwie von Gott trennen. Sie sind ein Jesus-Schäfchen. Für immer sicher in seiner Hand.

⇒ Und wenn Sie Jesus noch nicht als Ihren Herrn und Retter angenommen haben, können Sie heute jetzt ein neues Leben anfangen. Wie wird man gerettet?„Seht doch: Jetzt ist die Zeit der Gnade! Begreift doch: Heute ist der Tag der Rettung!“ (2. Korintherbrief Kapitel 6, Vers 2; NGÜ)