Wer sich darauf verläßt, nur das zu glauben, was er sieht… der ist arm dran. Überlegen wir mal: Kein Bauer würde irgendetwas aussäen, weil er nur kleine, unscheinbare Samenkörner sieht. Wir würden alle verhungern, wenn sich Bauern nur auf das verlassen, was sie sehen, weil kein Bauer die reichhaltige, überreichliche Ernte sieht, wenn er nur auf die Samenkörner schaut.

Wir säen Gottes Zusagen an uns

Säen, glauben, warten, ernten, das ist es, was wir als Christen auch tun. Wir säen Gottes Wort und seine Zusagen „in“ uns, indem wir von Gott und seinen Zusagen in der Bibel lesen. Wir glauben, daß alles zutrifft, was Gott uns in seinem Wort zusagt. Wir warten, daß eintrifft, was Gott uns verspricht, und wir ernten. „Laßt uns aber nicht müde werden, das Rechte (oder: Gute) zu tun; denn zu seiner (d.h. zur bestimmten) Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.“ (Galater Kapitel 6, Vers 9; Menge Bibel)

Atomwissenschaft und Bibel

Das, was wir mit unseren körperlichen Augen sehen, besteht aus Atomen, die wir nicht sehen. Bibelleser wußten um diese physische Realität schon lange, bevor die irdisch-weltliche Atomwissenschaft ebenfalls zu der Erkenntnis gelangte. „Durch den Glauben verstehen wir, dass die Welt auf Gottes Befehl hin entstand und dass alles, was wir jetzt sehen, aus dem entstanden ist, was man nicht sieht.“ (Hebräer Kapitel 11, Vers 3; Neues Leben Bibelübersetzung)

Wie sieht die Liebe aus?

Wir sehen auch nicht die Liebe. Oder Freundschaft. Anteilnahme und Lebensfreude sind ebenso unsichtbar wie vieles andere. Aber wir wissen, daß sie existieren, weil wir ihre Auswirkungen sehen. Vergleichbar mit dem Strom: Kein Mensch hat jemals Elektrizität gesehen; aber wir wissen, daß es sie gibt, weil die Glühbirne leuchtet.

An der herrlichen Schöpfung sehen wir Gottes herrliches Wirken: „Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung, denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Sie verloren sich in sinnlosen Gedankengängen, und in ihren Herzen, denen jede Einsicht fehlte, wurde es finster. (Römer Kapitel 1, Verse 20-21; Neue Genfer Übersetzung)

Glauben Sie oder müssen Sie erst sehen?

„Jesus sagte zu ihm (gemeint ist Thomas; Anm. von mir): Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Johannes Kapitel 20, Vers 29)